Gedanken

 

In meinem Kopf.


Ich bin müde, müde von dieser Behinderung.
Ich wünschte es würde aufhören.
Ich bin müde, so müde von dieser Behinderung.
Ich bin müde und will nicht mehr spielen.
Sie nimmt mir die Freiheit,
Sie macht mich schwach.
Ich fühle mich wie ein Gefangener in mir selbst
und sie beherrscht mein Leben.
Ich kämpfe wirklich jeden Tag sehr hart
um mich dagegen zu stemmen.
Meist gewinne ich auch diesen Kampf,
aber immer genau wenn ich es nicht erwarte
wirft es mich zurück auf den Boden.
Ich bin müde, müde von diese Behinderung.
Ich wünschte ich könnte einfach fortgehen.
Ich wäre sogern wieder normal,
auch wenn es nur für einen Tag wäre.
Ich würde all die Dinge tun die ich so vermisse.
Könnte mir Tanzschuhe kaufen.
Ich würde den ganzen Tag damit rumlaufen.
Tanzen wie Ginger Rodgers.
Dazu hätte ich wirklich Lust.
Ich könnte durch den Park laufen
Den Hunden hinterher rennen.
Den ganzen Tag nur laufen.
Ich könnte den ganzen Tag so träumen,
aber das würde mich nicht sehr weit bringen.
Denn du kannst wünschen was du willst,
Träume bleiben was sie sind....Träume.
Und ich muss wieder zurück in die Realität,
da sind andere Dinge die ich tun muss.
Ich kann hier nicht nur sitzen und träumen,
in der realen Welt bring mich das keinen Zentimeter weiter.
Träumen lässt mich nur grübeln
über das was ich vermisse.
Ich lebe nicht in einer Welt die Träume wahr werden lässt.
Zu mir selbst muss ich ehrlich sein!


Widerstand

 

 

Ich laufe nicht ohne Rollstuhl
Du ißt nicht ohne Spasmen
Sie spricht nicht ohne Stottern
Er sieht nicht alles Geforderte
Ein Schmetterling behält die Farbe

Wir tanzen nicht mit unauffälligen Bewegungen
Ihr jobbt nicht vierzig Stunden
Sie passen nicht in jede Norm

 

 Ursprünglich haben wir
es uns nicht ausgesucht
Aber mittlerweile
will ich gar nicht mehr
passend laufen

(Der Widerstand ist nicht die "Einschränkung", die "Weigerung zu laufen", sondern die Weigerung, es zu wollen und anzustreben.)



Meine Tränen
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Meine Tränen
auf dem Boden der Toilette
im Kulturzentrum

Wieder
eine Veranstaltung
ohne mich

Hierher zu kommen
war 
sehr mühsam

Auch der Weg
zurück 
wird
schwer sein

Eine Etage
über mir
sitzt ihr andern
fast höre ich euch diskutieren

Ich sitze
hier auf der Toilette

Meine Tränen
auf dem Boden der Toilette
im Kulturzentrum
sind noch nicht getrocknet

Es ist nicht mein Rollstuhl,
der mich wirklich einschränkt. 

Ein bischen Sóley
 
"Wer eine schöne Stunde verschenkt, weil er an den Ärger von gestern denkt, oder an die Sorgen von morgen, der tut mir leid. Mein Name ist Hase ich weiß bescheid."

Bugs Bunny, der für mich grösste Philosoph der Neuzeit.
Motivation
 
In jedem von uns schlummert eine besondere Gabe.
Sie ist der Ausdruck unseres innersten Wesenskerns,
der Schlüssel zu Freude, Erfüllung und bedingungsloser Liebe,
unser Geschenk an die Welt.
Nur so
 
Was heißt: "Die Querschnittlähmung akzeptieren"?



Wenn man seine Querschnittlähmung akzeptiert:

"Akzeptiert man, dass man sein weiteres
Leben mit Rollstuhl leben muss".



Das bedeutet aber nicht: " Dass man den Wunsch,
wieder gehen zu können, aufgeben muss"!
 
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